Auf der Alb liegen die Ziele dicht am Streckenverlauf: Die Schlösser stehen auf den Felsköpfen über den Steigen, Tropfsteinhöhlen und Quelltöpfe wenige Kurven abseits der Hauptrouten. Die folgenden Ziele lassen sich zu Tagesrunden verbinden – mit kurzen Hinweisen zu Streckenbezug und Parken.
Schloss Lichtenstein ist das Wahrzeichen der Region. Es steht auf einem freistehenden Kalkfelsen am Albtrauf oberhalb des Echaztals, rund zehn Kilometer südlich von Reutlingen bei der Gemeinde Lichtenstein. Das heutige Schloss wurde 1840 bis 1842 errichtet, inspiriert von Wilhelm Hauffs Roman Lichtenstein von 1826, und gilt als „Märchenschloss Württembergs". Anschrift: Schloss Lichtenstein 1, 72805 Lichtenstein. Streckenbezug: Über die Honauer Steige bzw. die B312 von Honau hinauf passiert man das Schloss direkt. Am Schloss gibt es einen kostenpflichtigen Parkplatz mit Gastronomie, Kiosk und Toiletten – ideal für eine längere Pause.
Burg Hohenzollern erhebt sich südwestlich davon auf dem 855 Meter hohen Zollerberg über Hechingen und gehört zur Gemeinde Bisingen. Die heutige Burg wurde zwischen 1850 und 1867 unter dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. als monumentales Familiendenkmal neu erbaut; sie war Stammsitz des preußischen Königshauses und des Fürstengeschlechts der Hohenzollern. Anschrift: Burg Hohenzollern, 72379 Hechingen. Vom Besucherparkplatz am Fuß des Bergs verkehren Shuttlebusse hinauf zur Burg – Motorräder stellt man unten ab, der letzte steile Anstieg wird per Bus oder zu Fuß bewältigt.
Der Blautopf in Blaubeuren ist die bekannteste Karstquelle der Alb: ein leuchtend blau schimmernder Quelltopf von rund 21 Metern Tiefe, direkt neben dem mittelalterlichen Klosterensemble. Blaubeuren liegt am Südrand der Alb nahe Ulm, gut erreichbar über die B28. Vom Ortsparkplatz sind es nur wenige Schritte ans Wasser, und bei hohem Sonnenstand steht das Blau am intensivsten – ein Stopp, der sich für die Mittagszeit anbietet.
Schloss Sigmaringen markiert den Südrand der Alb und ist das größte der Schlösser im Donautal. Das Hohenzollernschloss erhebt sich auf einem steil aufragenden Kalkfelsen hoch über der jungen Donau; der Felsrücken, auf dem es steht, ist rund 200 Meter lang und 35 Meter hoch. Seit 1535 ist es im Besitz der Fürsten von Hohenzollern. Zu den Höhepunkten gehört die fürstliche Waffenhalle mit rund 3.000 Exponaten, eine der größten Sammlungen ihrer Art in Europa. Die Anfahrt läuft über die B463 durch das obere Donautal und ist der landschaftlich stärkste Zubringer der ganzen Region.
Der Uracher Wasserfall bei Bad Urach stürzt aus rund 37 Metern Höhe über eine Kalktuffkante ins Tal. Er zählt zu den besonderen Attraktionen des UNESCO Global Geoparks und des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Erreichbar ist er vom Wanderparkplatz Maisental (P23) bei Bad Urach; von dort führt ein etwa zwei Kilometer langer, asphaltierter und sogar kinderwagentauglicher Weg entlang des Brühlbachs zum Fall. Bad Urach selbst liegt an der B465 und taugt als Start- oder Pausenort für die mittlere Alb.