Beste Reisezeit, Albwetter und Anreise über die A8
Die Motorradsaison auf der Schwäbischen Alb läuft im Kern von Frühjahr bis Herbst. Wegen der Höhenlage und des rauen Klimas startet sie etwas später und endet etwas früher als im Vorland: Die Monate Mai bis September bieten die verlässlichsten Bedingungen, der Frühsommer und der frühe Herbst sind landschaftlich besonders reizvoll, wenn Wacholderheiden und Täler in vollem Grün oder herbstlicher Färbung stehen. Im Hochsommer ist die kühlere Hochfläche oft angenehmer als das schwüle Vorland.

Das Albwetter folgt der Höhe. Das langjährige Mittel erreicht auf der Hochfläche im Juli rund 15 Grad, im Januar liegt es um den Gefrierpunkt. Typisch sind zwei Wetterphänomene, die das Fahren beeinflussen: Nebel, der sich besonders im Herbst und an Übergangstagen in den Senken und über der Hochfläche hält und die Sicht stark einschränken kann, sowie Wind auf den offenen, exponierten Abschnitten der Hochebene, der überwiegend aus Westen weht und an Felskanten und Albtrauf-Aussichten kräftig sein kann. Bei frühem Aufbruch trifft man auf den Steigen häufig noch feuchte, schattige Passagen – hier ist in den ersten Kurven Zurückhaltung geboten, bis der Asphalt abgetrocknet ist.
Die Anreise ist unkompliziert. Die zentrale Achse ist die Autobahn A8 zwischen Stuttgart und Ulm, die nördlich an der Alb entlangführt und über die sich nahezu jeder Teil der Region anfahren lässt. Von der A8 zweigen die Bundesstraßen auf die Alb ab: Über die B27 erreicht man den Raum Tübingen, Reutlingen und Bad Urach, über die B312 gelangt man von Reutlingen ins Echaztal und hinauf nach Lichtenstein. Weitere wichtige Zubringer sind die B28, B313, B463 und B465, die die mittlere und südliche Alb erschließen. Aus dem Süden und vom Bodensee her führt der Weg über das Donautal nach Sigmaringen.