Albtrauf, Wacholderheiden und Wasserfälle: Naturstopps am Weg
Die landschaftlichen Höhepunkte der Alb liegen oft nur wenige Meter abseits der Strecke – am Albtrauf, an den Quelltöpfen und auf den offenen Wacholderheiden. Wer diese Stopps einplant, fährt am Abend weniger Kilometer und hat mehr von der Region gesehen.

Der Albtrauf, die nördliche Abbruchkante der Hochfläche, bietet eine Kette von Aussichtspunkten mit weitem Blick über das Vorland. Von vielen Steigen-Auffahrten erreicht man in kurzer Distanz Felsvorsprünge und Aussichtsfelsen, von denen aus sich die Stufenlandschaft überblicken lässt. An klaren Tagen reicht der Blick weit ins Land, an dunstigen Tagen verschwimmen die Höhenzüge zu Schichten – beides hat seinen Reiz.
Höchster Punkt der Schwäbischen Alb ist der Lemberg mit 1.015,7 Metern über Normalhöhennull. Er liegt am Westrand der Alb, östlich von Rottweil bei der Gemeinde Gosheim im Landkreis Tuttlingen. Auf dem Gipfel steht der Lembergturm, ein 33 Meter hoher Stahlturm des Schwäbischen Albvereins mit einer Aussichtsplattform in 30 Metern Höhe, der über die Bäume hinweg an klaren Tagen bis zu den Alpen blicken lässt. Der Lemberg gehört zur „Region der Zehn Tausender" rund um Deilingen, Gosheim und Denkingen, wo auf engem Raum die zehn höchsten Berge der Alb beieinander stehen. Von hier führt der Weg hinunter in den „Schwäbischen Grand Canyon", das obere Donautal.
Typisch für die Hochfläche sind die Wacholderheiden – offene, von Schafen beweidete Magerrasen mit einzelnen dunklen Wacholderbüschen. Sie prägen vor allem das Große Lautertal und die Münsinger Alb und gehören zu den charakteristischen Landschaftsbildern der Region. Das Große Lautertal trägt den Beinamen „Perle der Schwäbischen Alb": Die Straße läuft zwischen Felswänden und Waldhängen am Fluss entlang, dazwischen liegen Wacholderheiden, Burgruinen und offene Wiesen. Es zählt zum UNESCO Global Geopark und zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

Am Wasser liegen der Blautopf in Blaubeuren und das obere Donautal rund um Sigmaringen, wo die junge Donau sich tief in den weißen Kalk gegraben hat und schroffe Felswände aus dem Talgrund aufragen. In beiden Tälern steht die Straße über weite Strecken im Schatten – an heißen Tagen der angenehmste Teil einer Runde.